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Foto von Bert von Norden mit Pappnase Bert von Norden mit Pappnase und Brille
KARTOFFEL ODER KARFREITAG

Hallo Haubentaucher!
Schön, dass ihr auf Bert von Nordens offizieller Internetseite gelandet seid.

Bert von Norden wurde geboren, ist aufgewachsen und lebt als Autor in Norddeutschland.
In der Schule fand er »Goethes Faust« und »Homo Faber« doof. Er machte und mag Filme und Musik, tanzt aber nicht.
Bert von Norden entdeckte seine Passion fürs Schreiben während einer Hochhaussprengung an einem Regentag in Bad Salzuflen.

Und das sind seine Bücher:

Buch Das Dorf der zwei Monde

ISBN 978-3-7693-0796-2

8,10 €

Das neue Buch

In der Fortsetzung von »Die Gilde der Ewigen Zeit« ist wieder ganz viel los: u.a. irrt ein Spiegelbild umher, eine Küchenmaschine fliegt in die Luft, und ein Hund im karierten Regenmantel hopst über die Straße ...

»Ich befürchte, jeder Einzelne von uns ist Sand im Getriebe der Evolution. Aber was weiß ich schon. Es gibt Dinge im Leben, die weiß niemand.«

Was ein sprechender Stein, ein verschwundener Großvater und eine Burg auf Spitzbergen mit der Frau zu tun haben, die ein Reiskorn mit den Fingern durch eine geschlossene Tür schnippen kann ...

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Als ich an der Kasse wartete – nachdem ich meinen einzigen Einkauf, die Mortadella, auf das Kassenband gelegt hatte – überflog ich ein wenig die Titelseiten der Magazine in der Zeitschriften-Auslage. Eine Jugendzeitschrift namens Turbosuppe spekulierte über den vermeintlichen Fußpilz des mir unbekannten Hip-Hop-Interpreten Tumultbruder. Und irgendein überflüssiger Influencer-Fuzzi hatte die chinesische Mauer im Maßstab 1:was-weiß-ich aus Fischstäbchen nachgebaut.

»Ich bin mir ziemlich sicher, dass da kein Flaschengeist im Rohrreiniger ist«, hörte ich Frau Bulczyd zu einem Kunden vor mir sagen. Der schob daraufhin Kauderwelsch murmelnd seinen Einkaufswagen energisch Richtung Ausgang.
»Die ganze Welt wird langsam völlig wahnsinnig«, meinte Frau Bulczyd als ich an der Reihe war, und mein in buntbedrucktes Papier eingewickeltes Mortadella-Päckchen auf dem Kassenband an ihr vorüberzog. Dann beugte sie sich zu mir herüber, wobei ihre Hochsteckfrisur einen Deckenhänger streifte, der Werbung für laktosefreies Vollwaschmittel machte.
»Wissen Sie was?«, flüsterte sie. »In der letzten Zeit glaube ich immer öfter, dass ich in Wirklichkeit jemand anders bin.«
Bevor ich etwas darauf entgegnen konnte, unterbrach uns eine Kollegin von der zweiten Kasse: »Frau Bulczyd, hast du mal eine Rolle Groschen für mich?«
Als ich bezahlt hatte und den Kommerz Akut verließ, piepten die elektronischen Kassen die Titelmelodie der Love Story.

Buch Die Gilde der Ewigen Zeit

ISBN 978-3-7504-1778-6

6,70 €

Das vorherige Buch

In »Die Gilde der Ewigen Zeit« passiert ganz viel: z.B. verschwindet ein Großvater, ein junger Mann tritt in einen Haufen Hundekot, ein Stern explodiert, eine Frau hängt ihren Mantel an die Garderobe, ein Unbekannter fängt eine Banane mit den Zähnen auf ...

»Sie glauben wohl, sie wüssten alles! Aber Sie wissen rein gar nichts! Sie sind nicht das, was Sie zu sein scheinen. Sie sind nicht wirklich ...«

Was die Nase der Sphinx, ein verschwundener Großvater und ein geheimnisvolles Buch mit dem Menschen zu tun haben, der zum ersten Mal die Welt rückwärts umsegelte ... das alles in einer Mischung aus Mistery, Märchen und Dadaismus.

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Vor dem Hauptbahnhof fegte eine Reinigungsfachkraft trockenes Laub unter die parkenden Taxis, und pfiff dazu eine Melodie aus der Dreigroschenoper. Einer der auf Fahrgäste wartenden Taxifahrer furzte. Ich konnte es an seinem Gesichtsausdruck erkennen.
In der Bahnhofshalle hing ein riesiges Transparent, dass für eine neue Schokoladensorte warb. »Beiß mich: Schlaraffenwahn«, stand darauf in überdimensionalen Lettern.
Auf dem Bahnsteig erwartete mich Bürgermeister Umprecht, mit üppiger Frisur, aber sehr ergraut, so dass es so aussah, als würde er eine kleine Regenwolke auf seinem Kopf tragen.
»Gut, dass ich Sie noch erwische«, sagte er. »Als Sie neulich bei mir waren, habe ich etwas vergessen. Ich habe vergessen, Ihnen das hier mitzugeben.« Er hielt mir den ›Flixberger‹ entgegen.
»Der Flixberger …«, bemerkte ich erstaunt. Den hatte ich doch nach meinem Besuch beim Bürgermeister noch im Haus meines Großvaters gesehen. »Wie kann das sein? Wie haben Sie …«
»Keine Fragen jetzt«, unterbrach mich Umprecht. »Das Ganze ist ohnehin schon kompliziert genug. Es ist wichtig, dass Sie alles dabei haben, was ihr Großvater für Sie vorbereitet hat. Denn nur so haben Sie die Chance …«
»Umprecht!“, gröhlte plötzlich jemand von einem anderen Bahnsteig zu uns herüber, und lenkte mich kurz ab. »Ihr seid ja voll der …«
In diesem Moment fuhr die Straßenbahn ein und übertönte alles beim Halten mit einem lang gezogenen, schrillen Quietschen. Umprecht reagierte weder auf den gröhlenden Idioten, noch auf die bremsende Straßenbahn, sondern sprach weiter. Aber ich konnte nicht verstehen, was er mir sagte.
»… wenn die Zeit gekommen ist. Also, viel Glück«, verabschiedete sich Umprecht, als die Straßenbahn endlich stand, und eilte davon.

Ganz gefährlich wird es, wenn Godzilla auf einer Bananenschale von King Kong ausrutscht.

  • Bert mit Wurst, Tomate und Mütze
    Bert mit einer Tomate, einer Wurst und Mütze
  • Bert mit Teddy, Karotte und Kartoffeln
    Bert mit Karotte, Kartoffeln und Teddybär
  • Bert mit Osterei und Mini-Paluten
    Bert mit Mini-Paluten und Osterei

Bei instagram gibt es Bilder von Bert und Schnipsel aus seinem aktuellen Buch.

bert bei instagram
Buch Fussel schweben in der Luft

ISBN 978-3-848-20108-2

4,90 €

Das erste Buch

»Fussel schweben in der Luft« - das erste Buch von Bert von Norden. Kein Roman, sondern eine Sammlung von Gedanken, Betrachtungen und Reflexionen des Allein- und Zusammenseins und der Zeit dazwischen.

72 Seiten, mit Fotografien des bremer Fotografen Michael Gielen

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Aus der kalten, feuchten, nebligen Nacht komme ich in die warme, stickige, verqualmte Kneipe. Plakate hängen an den Wänden, mit Klebeband befestigt, teilweise eingerissen oder bemalt. Ich setze mich an einen der runden, wackligen Holztische. Glasränder. Tabakkrümel. Ich schiebe die weiße Kerze von mir, weil sie mich blendet. Draußen schieben sich merkwürdige Gestalten am Fenster vorbei.
An der Theke steht Dr. Unheimlich. Cool und scheiße. Schon nervt mich das belanglose Publikum. Kann mich irgendjemand hören ? Ich sehe alles doppelt. Auch die Schatten auf der grauen Rauhfasertapete. Die plötzlich aufleuchtende Flamme eines Feuerzeugs blendet mich für den Bruchteil einer Sekunde.
Im Schuppen ist es laut und muffig. Ich bin toll, weil ich keinen Eintritt bezahlen muss, und drängle mich an den bekannten nichtssagenden Gesichtern zur Tanzfläche durch. Sie ist da. Irgendwo auf der anderen Seite des Raums. Doch durch das schwache Licht kann ich niemanden erkennen. Der DJ verhunzt die Stimmung.
[...]
Wieder wache ich auf kurz bevor das Piepen des elektronischen Reiseweckers ertönt. Mein erster Gedanke: ›Was habe ich eben geträumt ?‹ Vergessen. Ein paar Minuten liege ich mit geschlossenen Augen da, schaue dann noch einmal zur Uhr, und stehe schließlich auf.
Ich sitze am Frühstückstisch, und zerschneide ein Mohnbrötchen mit einem Messer aus rostfreiem Edelstahl. Kaffee. Schwarz. Träume. Wünsche. Warten worauf ? Wovor habe ich Angst ? Was will ich ? Wen will ich ? Sie. Meinem Küchenschrank erzähle ich, dass es mir gutgeht.

Schreibt doch auch mal – vielleicht der kleinen unglaublichen Tante aus Herbrechtingen – oder lieber Bert.

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